|
|
Andreas Vollstädt,
So giftig grün als wie Absinth. Struwwelpeteriaden,
Broschur, 64 S., 9,10 Euro
ISBN 3-929517-25-6 |
bestellen |
KURZTEXT
Der Kinderbuch-Klassiker des Dr. Heinrich Hoffmann hat auch nach
über 150 Jahren seine Anziehungskraft nicht eingebüßt,
weder in den Kinderzimmern noch bei den Autoren. Nachdichtungen
sind entstanden - auf englisch nachgedichtet im letzten Jahrhundert
schon von Mark Twain, der ägyptische Struwwelpeter, de Pälzer
Struwwelpeter, der Anti-Struwwelpeter usw.
In Andreas Vollstädts Struwwelpeteriaden wird der böse
Friederich zum kreativen Friederich - und sprayte und sprühte
immer mehr - , der Suppen- zum Drogen-Kaspar, Paulinchen
hantiert nicht mehr mit dem Feuerzeug, sondern der Petri-Schale
- die Hefe quillt, die Hefe schwillt - , wir finden den
Robo-Ritter mit dem Laserspeer auf den Spuren des wilden Jägers,
natürlich fehlt nicht der Zapper-Philipp und der surfende
Robert - eine vergnügliche, augenzwinkernde Nachdichtung.
INHALTSVERZEICHNIS
Vorspruch
Die Geschichte vom kreativen Friederich
Die Geschichte vom Drogen-Kaspar
Die gar schaurige Geschichte mit der Petri-Schale
Die Geschichte vom Robo-Ritter
Die Geschichte vom Busengrabscher
Die Geschichte von den grünen Buben
Die Geschichte vom Hanns-Allzeit-zum Streit-bereit
Die Geschichte vom Zapper-Philipp
Die Geschichte vom surfenden Robert
Andreas Vollstädt, 1956 in Eggenfelden im Rottal
geboren; arbeitet als Belletristik- und Sachbuchübersetzer,
lebt in Kropfmühl im südlichen Bayerischen Wald.
Er veröffentlichte unter dem Namen "Max Leerdörf"
1986 "Das Eggenfeldener Reimwerk" (Friedl Brehm Verlag).
1992 Preis der "Leseratten" des ZDF für die Übersetzung
des Romans "Mein Land unter Wasser" von Jean-Côme
Noguès. Herausgeber von "Elefanten. Die schönsten
Geschichten" (München, 2000).
LESEPROBE
Die Geschichte vom kreativen Friederich
Der Friederich, der Friederich,
der trieb es als Graffiterich!
Er kaufte Farbdosen zuhauf
und mischte damit kräftig auf.
Er nahm bald blau, bald gelb,
bald rot;
die Wände litten große Not.
Und hört nur, wie kreativ er war:
Er verschönerte Pas Mercedes
gar!
Auf dem Abstellgleis
stand eine Lok,
rastete dort an ihrem Bock.
Da samt Spritzgerät
herzu sich schlich
der kreative Friederich;
und sprühte Dos um Dose leer,
und sprayte und sprühte
immer mehr.
Drum rollte die Lok ihm gegens Bein
und sandte nen Rußgruß hinterdrein,
sprich, saute ihn
schmerzlich schwärzlich ein.
Der kreative Friederich,
der schrie und weinte bitterlich.
Die Lok jedoch gab höhnisch Ton
und fuhr mit den Dosen all
davon.
Ins Bett muß Friedrich nun hinein,
litt Pein nicht nur an seinem Bein,
denn wegen der Sache
mit dem Benz
gab Pa ihm satt eins auf die Pants.
Die Lok bald im Museum stand,
wo sie große Bewundrung fand;
fand auch aus Japan nen Mäzen
und schwimmt seitdem
in Sen und Yen.
Die Dosen hat sie mitgebracht
und nimmt sie sorglich sehr in acht,
weil sie so
noch mehr Kohle macht.
PRESSESTIMMEN
"Der Kinderbuch-Klassiker wird neu angezogen, ganz und gar
ins moderne Outfit gestellt, nicht mit der brutalen Teufel-komm-raus-Methode,
sondern durchdacht und mit viel hintersinnigem und doppelbödigem
Witz. ... Ganz nah am Zeitgeist bewegen sich die Verse, karikierend,
kritisierend, vergnüglich blinzelnd und bisweilen auch sehr
direkt." (Stefan Rammer in der Passauer Neuen Presse, 11.8.1998)
-
-
-
-
-
-
-
-
-
|