KURZTEXT Die gut 30 Gedichte in bairischer Mundart umkreisen das Thema Tod und Sterben. "Hinüber" handelt vom Überschreiten dieser Lebensgrenze, von der "großen Wanderschaft" des Lebens, und ist dabei auch ein Gehen, Fahren, Wandern durch die Oberpfalz, den Bayerischen Wald und den Böhmerwald - so tragen viele der Gedichte Orts-, Fluß- und Bergnamen im Titel. "Hinüber" ist der zuletzt erschienene Mundart-Gedichtband des bayerischen Dichters. Illustriert ist der Band mit Zeichnungen von MAYAN. INHALTSVERZEICHNIS am höllbach
AUTOR
Veröffentlichungen u.a. "wenn du fort bist, Gedichte", edition toni pongratz, Hauzenberg 1991. "Traumpaare", Wanddrehbuch mit Grafiken und 12 Sprecharien, zusammen mit Mayan, Oder 1994. "einfach leben", bairische gedichte, Regensburg 1994. "Hochzeit im Dunkeln", Erzählung, Regensburg 1995. "Heimkommen", Prosa mit cut-outs von Johanna Obermüller, Hauzenberg 1996, (Auszug aus "Hochzeit im Dunkeln"). "Hans im Glück - hin und zurück, Geschichten vom Land", Reinbek 1996. "Stilles Land an der Grenze", Fotoband über den Oberpfälzer Wald, zusammen mit G. Moser, Amberg 1996. "Vater Unser", Hörspiel. NDR/BR. 1996
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PRESSESTIMMEN "Mit knappem Hammerschlag sind scharfgezackte Wortbilder aus hartem Gestein gestanzt. Bedachtsam karg wie immer bei Grill das Sprachmaterial, neu aber ein energisch gestauter, stockend drängender Rhythmus. Dunkle Vokale herrschen vor, geben der grimmig ernüchterten Rede von letzten Dingen in der Kahlheit der Jetztzeit den verdüsterten Ton. Der Blick ist gnadenlos genau; Tröstungen sind nicht vorgesehen. Aphoristische Lakonik gebiert poetische Bilder von visionärer Wucht." (Hans Krieger in: BAYERISCHE STAATSZEITUNG, 8.11.1996) "Nie zuvor habe ich Gedichte von Harald Grill so intensiv empfunden wie in seinem neuen Lyrik-Band ,Hinüber`. Sie stehen im Sprachraum einer unverwechselbaren ,Mund-Art` ... Dabei folgt er nicht den Festlegungen auf der Mundartkarte, sondern entwickelt seine eigenen Laut- und Klangkompositionen. Harald Grill ist ein Sprachschöpfer. ... (er) vertraut auf die Tragfähigkeit seiner wunderbar dichten Bilder und Metaphern." (Wolf Peter Schnetz in: MITTELBAYERISCHE ZEITUNG, 25.1.1997) "... findet sich in Grills Gedichten auch eine gehörige Portion Ironie und Frechheit im Sprechen über den Tod... Die Gedichte schrecken nicht davor zurück, den Tod auch mit profanen Alltagserscheinungen gleichzusetzen." (Beate Tröger in: DER NEUE TAG, 16.8.1997) "In einer Zeit, da die Gefahren massiv und vor Ort waren, mußten auch die Texte zupacken und auf die Straße gehen. In den letzten Jahren, da die Bedrohungen wieder weniger greifbar, wieder schleichender wurden, hat auch der Autor leisere, privatere Töne angeschlagen. So auch in seinem jüngsten, neuen Gedichtband 'Hinüber' ... Die Unruhe ist geblieben seit den WAA-geprägten Zeiten. Eine Unruhe, die produktiv ist für den Autor." (Joseph Berlinger im: BAYERISCHER RUNDFUNK / HÖRFUNK / BÜCHER AUS ... BAYERN, 14.12.1996) "Nicht zufällig ist ein Leitmotiv dieses Bandes der Stein, der zum Sinnbild wird für die drohende Erstarrung des Lebendigen, zur Metapher für die Endstation des Lebens, den endgültigen Stillstand: den Tod. ...Die Gedichte dieses Bandes dokumentieren den Prozeß einer zunehmenden Versteinerung am Ende des 20.Jahrhunderts, jedoch ohne jede modisch gewordene apokalyptische Larmoyanz. Das"Media vita in morte sumus" eines Luther oder das"Memento mori" eines Gryphius werden von Grill auf unverwechselbare Weise in die moderne Welt der leeren Transzendenz hinübergeholt und zu originären poetischen Bildern verdichtet, die lange im Gedächtnis bleiben." (Heiner Feldkamp in: LITERATUR IN BAYERN, Juni 1997)
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